Moos in Passeier – Der 27. Coupe Stettin hat am Sonntag im Hinterpasseiertal einen neuen Sieger hervorgebracht: Der Grödner Samuel Demetz gewann den traditionsreichen Berglauf von Pfelders auf die Stettiner Hütte und krönte damit seine fünfte Teilnahme mit dem ersten Sieg. Bei den Damen feierte die Meranerin Andrea Schweigkofler ihren dritten Triumph in Folge. Insgesamt gingen laut Veranstaltern über 230 Läuferinnen und Läufer bei dem zehn Kilometer langen Rennen mit 1255 Höhenmetern an den Start.
Demetz schlägt den langjährigen Dominator Larch
Der aus St. Ulrich stammende Demetz vom Team Salomon musste sich in den vergangenen Jahren stets mit Podiumsplätzen begnügen – viermal war er auf dem Treppchen gestanden, ohne ganz oben zu stehen. Am Sonntag drehte er das Blatt: Zwar führte Armin Larch vom SC Meran zunächst bis etwa zum sechsten Kilometer, doch Demetz holte auf und überholte ihn in den Serpentinen kurz unterhalb der Stettiner Hütte. Am Ende betrug sein Vorsprung auf Larch knapp eineinhalb Minuten – Demetz stoppte die Uhr nach 1:02.34,5 Stunden, Larch nach 1:04.02,5 Stunden. Den dritten Platz belegte Noe Thaler vom Alpin Speed Sarntal mit 1:06.18,7 Stunden, gefolgt von den SC-Meran-Athleten Lukas Gasser und Luca Boninsegna auf den Plätzen vier und fünf. Larch hatte den Stettiner-Cup seit 2021 bei vier Starts viermal gewonnen – Demetz beendete diese Dominanz eindrucksvoll.
Schweigkofler läuft zur Alleinherrschaft im Hinterpasseiertal
Noch beeindruckender verlief der Tag für Andrea Schweigkofler. Die 41-jährige Bergläuferin vom SC Meran überquerte die Ziellinie auf 2875 Metern Seehöhe nach 1:15.49,3 Stunden und feierte einen Start-Ziel-Sieg. Ihre Teamkollegin Anna Lena Hofer, Siegerin des Jahres 2023, folgte ihr erst nach knapp vier Minuten mit 1:19.41,7 Stunden auf Rang zwei. Den dritten Platz sicherte sich Anna Santini von der US Cermis aus dem Trentino mit 1:22.17,9 Stunden, gefolgt von Heidi Pfeifer von TT-Vinschgau und der Deutschen Johanna Steinmüller. Schweigkofler ist damit seit der 25. Ausgabe im Jahr 2024 ungeschlagen und hat die Rekordmarke von fünf Siegen, die Edeltraud Thaler hält, laut Mitteilung klar im Visier.
Veranstalter und verschobener Startschuss
Die Bergrettung Moos als Veranstalter zog ein positives Fazit. OK-Chef Markus Raich hob hervor, dass nahezu alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Ziel gesund erreicht hätten und gröbere Verletzungen ausgeblieben seien. Die Entscheidung, den Start wegen Hitze und angekündigter Gewitter um eine Stunde auf 9 Uhr vorzuverlegen, habe sich als richtig erwiesen. Als nächsten Termin nannten die Veranstalter den 1. August 2027 für die 28. Ausgabe des Stettiner-Cups.




















