Milan dementiert die Falschmeldung über Franco Baresi
Ein Gerücht über den Tod der Klublegende verbreitet sich im Netz – der Verein bittet um Respekt für die Privatsphäre
Mailand – Am Abend hat sich in den sozialen Netzwerken binnen Minuten eine Falschmeldung verbreitet: Franco Baresi, eine der größten Legenden des AC Milan, sei gestorben. Der Verein reagierte umgehend und stellte klar, dass die kursierenden Nachrichten unwahr seien. Man dementiere die in diesen Minuten verbreiteten falschen Informationen mit Nachdruck, hieß es in der Mitteilung des Klubs.
Baresi durchlebe derzeit eine heikle Phase, erklärte der Verein weiter, ohne medizinische Details zu nennen. Man stehe ihm und seiner Familie liebevoll zur Seite und bitte darum, seine Privatsphäre zu respektieren und keine unbestätigten Informationen weiterzuverbreiten. Mehrere Medien hatten zunächst nachrufartige Beiträge veröffentlicht und diese nach dem Dementi wieder zurückgezogen.
Franco Baresi zählt zu den größten Verteidigern der Fußballgeschichte. Der 1960 geborene Abwehrchef verbrachte seine gesamte Karriere von 1977 bis 1997 beim AC Milan, für den er rund 720 Pflichtspiele bestritt. In zwanzig Jahren gewann er sechs italienische Meistertitel und dreimal den Europapokal der Landesmeister; über anderthalb Jahrzehnte trug er die Kapitänsbinde. Zum italienischen Kader gehörte er bei der Weltmeisterschaft 1982, die Italien gewann. Heute ist Baresi Ehren-Vizepräsident des Klubs.
Die Vorgeschichte dürfte zur schnellen Verbreitung der Falschmeldung beigetragen haben. Im Sommer 2025 hatte Baresi öffentlich gemacht, dass bei ihm ein Knoten in der Lunge entdeckt worden war und er sich einem Eingriff unterziehen musste. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina trat er Anfang 2026 als Fackelträger auf und zeigte sich damals zuversichtlich, den schwierigsten Teil überstanden zu haben.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie schnell unbestätigte Meldungen über prominente Persönlichkeiten im Netz eine Eigendynamik entwickeln. Innerhalb kurzer Zeit war der Name Baresi in den Onlinediensten weit oben zu finden, ehe die Klarstellung des Vereins die Runde machte. Der AC Milan appellierte, in einer für die Familie belastenden Situation Zurückhaltung zu wahren.




















