Morano Calabro – Die Forstpolizei hat einen 56-jährigen Mann aus der Region festgenommen, der auf frischer Tat bei einer Brandstiftung ertappt wurde. Die Festnahme ist der Höhepunkt wochenlanger Ermittlungen nach einer ganzen Serie von Bränden in der Gegend, die auch den Nationalpark Pollino betroffen hatten.
Verdächtiger wurde bereits observiert
Der entscheidende Vorfall ereignete sich in der Ortschaft „Vado“ in Morano Calabro, knapp außerhalb der Parkgrenzen. Dort brach ein Feuer in einem Gebiet mit mediterranem Buschwerk und landwirtschaftlichen Flächen aus. Die Flammen drohten auf einen nahegelegenen Nadel- und Eichenwald überzugreifen. Einsatzkräfte der Region Kalabrien und des Nationalparks konnten eine weitere Ausbreitung verhindern. Genau diese Stelle war bereits in den Tagen zuvor von einem Großbrand heimgesucht worden.
Die Ermittler der Carabinieri hatten den 56-Jährigen bereits seit einiger Zeit im Visier und beschatteten ihn. Mithilfe von Luftaufnahmen konnten sie den Tathergang lückenlos rekonstruieren. Die Bilder zeigen, wie ein Kleinwagen am Straßenrand hält. Ein Mann steigt aus, zündet die Vegetation an und fährt dann eilig davon. Da die Beamten vor Ort waren, konnten sie sofort zugreifen und den Mann festnehmen. Nach den Formalitäten wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in das Gefängnis von Castrovillari gebracht.
Für den Verdächtigen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung. Er wurde noch nicht von einem Richter angehört und hat die Möglichkeit, seine Version der Ereignisse darzulegen. Die Staatsanwaltschaft von Castrovillari, deren leitender Staatsanwalt die Ermittlungen persönlich koordinierte, betont die hohe Priorität bei der Bekämpfung von Waldbränden, die ein wertvolles Naturerbe gefährden.




















