Blamage im Olimpico: Lazio scheitert am Zweitligisten aus der Lombardei
Der Vorjahresfinalist verliert sein erstes Pflichtspiel unter Gennaro Gattuso und ist im Pokal schon nach 90 Minuten durch.
Rom – Der Saisonstart von Lazio Rom hätte kaum schiefer laufen können: Im eigenen Stadio Olimpico verlor der Serie-A-Klub am Sonntag sein Pokalspiel gegen Mantova mit 0:2 und ist damit bereits in der Runde der letzten 32 aus der Coppa Italia ausgeschieden. Der italienische Fußballpokal wird im K.-o.-System ausgespielt; für die Römer war es die erste Partie unter dem neuen Trainer Gennaro Gattuso. Der Gegner aus der Lombardei tritt in der Serie B an, der zweiten italienischen Liga, und war vor dem Anpfiff klarer Außenseiter.
Chancen hatte Lazio früh, nutzte sie aber nicht: Dele-Bashiru und Dia scheiterten in der ersten Halbzeit, danach verlor die Mannschaft zunehmend die Ordnung. Nach etwa einer Stunde nahm Gattuso den Neuzugang Pedraza vom Feld, ohne dass sich das Bild besserte. In der 75. Minute traf Francesco Ruocco nach einer Hereingabe von der linken Seite, in der Schlussphase schob Ismael Cajazzo den Ball ins leere Tor. Dass mehrere Stammspieler fehlten – unter ihnen Romagnoli, Tavares, Isaksen, Cataldi, Gigot und Patric –, wollte der Trainer hinterher nicht als Erklärung stehen lassen.
Gattuso sprach von einem harten Schlag, für den die Mannschaft die Verantwortung übernehmen müsse. Man habe die Dinge nur halb erledigt, sagte er, es gebe viel Arbeit, und es sei verständlich, dass die Stimmung im Umfeld nach diesem Abend gereizt sei. Die sportliche Fallhöhe ist beträchtlich: In der vergangenen Saison stand Lazio noch im Endspiel der Coppa Italia und verlor dort gegen Inter Mailand. Nun bleibt dem Klub kaum Zeit zur Aufarbeitung, denn die Serie A beginnt schon am 23. August.
Die übrigen Partien des Tages gingen ohne Überraschung an die höherklassigen Teams. Genua setzte sich gegen Ascoli mit 4:1 durch, obwohl Silipo die Gäste früh in Führung gebracht hatte. Frosinone gewann ebenfalls 4:1 gegen Juve Stabia, Kvernadze traf dabei zweimal. Hellas Verona musste gegen Virtus Entella nach einem 2:2 ins Elfmeterschießen und behielt dort mit 5:4 die Oberhand. Weiter geht es für Mantova gegen den Sieger der Begegnung zwischen Palermo und Lecce, Verona bekommt es mit Cagliari zu tun. Die acht bestplatzierten Klubs der vergangenen Serie-A-Saison steigen erst im Achtelfinale ein, das für Dezember und Januar angesetzt ist. Bis zum Viertelfinale entscheidet jeweils ein einziges Spiel, im Halbfinale wird hin und zurück gespielt. Das Endspiel ist für den 19. Mai 2027 geplant.




















