Ravenna – Angesichts der anhaltenden Trockenheit hat die Forstpolizei der Carabinieri im Juli ihre Kontrollen in der gesamten Provinz Ravenna massiv verschärft. Die Beamten gehen gezielt gegen die illegale Entnahme von Wasser aus Flüssen und Bächen vor, die von der Küste bis ins Hügelland reichen. Die Einsätze sind Teil einer regionalen Kontrollkampagne, die gemeinsam mit der Umweltbehörde ARPAE durchgeführt wird.
Flüsse Senio und Lamone illegal angezapft
Ziel der Aktion ist es, die Einhaltung von Wasserentnahmeverboten durchzusetzen. Diese werden bei Wasserknappheit verhängt, um eine ökologisch notwendige Mindestwassermenge in den Flüssen zu sichern. Besonders erfolgreich waren die Einheiten aus Casola Valsenio und Brisighella. Sie stellten fest, dass aus den Flüssen Senio und Lamone Wasser gepumpt wurde, obwohl die Entnahme wegen des niedrigen Pegels bereits offiziell verboten war.
Gegen die Verantwortlichen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet. Betroffen sind sowohl die Inhaber der Wasser-Konzessionen als auch die landwirtschaftlichen Betriebe, welche die angrenzenden Felder bewirtschaften. Die genaue Höhe der Strafen legt die zuständige Umweltbehörde ARPAE fest. Laut Gesetz kann ein Verstoß mit 8.000 bis zu 50.000 Euro geahndet werden. In weniger schweren Fällen liegt der Rahmen zwischen 2.000 und 10.000 Euro.
Die Forstpolizei betont, wie wichtig diese Maßnahmen sind. Nur durch die Einhaltung der Entnahmeverbote könne das Gleichgewicht der Flussökosysteme geschützt und die Wasserversorgung für gesetzlich vorrangige Zwecke garantiert werden.




















