Die italienische Modeindustrie, ein Symbol für das „Made in Italy“, steht im Mittelpunkt neuer Regierungsinitiativen. Minister Adolfo Urso (Ministerium für Unternehmen und Made in Italy) präsentierte die Ziele des Nationalen Modetisches, der sich für die Zukunft der Branche einsetzt.
Kernpunkte: Nachhaltigkeit, Design und Zollstreit
Wichtige Themen sind die Zertifizierung von Nachhaltigkeit und Legalität in der Lieferkette sowie die Förderung neuer Musterkollektionen. Laut Urso sind besonders die laufenden Zollverhandlungen mit den USA von großer Dringlichkeit, da ein Scheitern schwerwiegende Folgen für die Modebranche hätte. Er betonte, dass bis zum Äußersten verhandelt werden müsse, um eine faire Lösung zu finden und einen Handelskrieg zu verhindern.
Mit dem „Piano Italia Moda“ soll die Lieferkette von KMU und Handwerkern konsolidiert und Wachstum sowie Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Die Regierung unterstützt dies mit diversen Fördermaßnahmen wie Entwicklungsverträgen und Steuergutschriften.
Um Missständen im Arbeitsbereich entgegenzuwirken, arbeitet die Regierung an einer Zertifizierungsregelung, die die Lieferkette des Markeninhabers vor rechtswidrigem Verhalten schützen soll. Für die Unterstützung von Design und Herstellung neuer Musterkollektionen sind im nächsten Haushaltsgesetz 250 Millionen Euro vorgesehen.
Zudem wird eine erweiterte Herstellerverantwortung eingeführt, um die Umweltauswirkungen bei der Produktion und Entsorgung von Textilien zu reduzieren. Auch soziale Maßnahmen wurden ergriffen, darunter die Verlängerung der Sonder-Kurzarbeit für Handwerksbetriebe bis 2025.


















