Die Südtiroler Landesregierung hat am 8. Juli grünes Licht für ein umfassendes Maßnahmenpaket zur finanziellen Aufwertung des Lehrpersonals gegeben. Dieses Paket umfasst mehrere Elemente: So soll im September 2025 eine zweite Einmalzahlung in Höhe von 1.745 Euro ausbezahlt werden, um die Auswirkungen der Inflation abzufedern. Zudem wird das neue Jahresabonnement „Fix 365” für den öffentlichen Nahverkehr kostenlos zur Verfügung gestellt. Ebenso wird der ergänzende Gesundheitsfonds SaniPro künftig mit einer Million Euro zusätzlich pro Jahr dotiert.
Bereits vor einer Woche wurde der entsprechende Vertrag für die Lehrkräfte der Grund-, Mittel- und Oberschulen unterzeichnet. Nun präsentierten Landeshauptmann Arno Kompatscher, Personallandesrätin Magdalena Amhof sowie Bildungslandesrat Philipp Achammer die Inhalte offiziell der Öffentlichkeit.
Steigende Ausgaben für Bildung und gezielte Investitionen
Landeshauptmann Kompatscher hob bei der Vorstellung die wachsende Bedeutung des Bildungssektors hervor. Der Unterricht werde zunehmend komplexer, was höhere Anforderungen an die Lehrkräfte stelle. Deshalb sehe das Regierungsprogramm gezielte Investitionen vor. Zwischen 2016 und 2024 sind die Landesausgaben für Bildung kontinuierlich gestiegen. Allein die Personalkosten für das Schulwesen wuchsen in diesem Zeitraum von 586,5 Millionen auf 763,5 Millionen Euro. Nun sollen zusätzliche Mittel insbesondere für die anstehenden Gehaltsanpassungen bereitgestellt werden.
Eine strukturelle Lohnerhöhung ist ab 2026 vorgesehen.
Personallandesrätin Magdalena Amhof kündigte weitere konkrete Maßnahmen an. Derzeit laufen die Verhandlungen über eine strukturelle Anpassung der Lehrergehälter an die Inflation. Geplant ist eine monatliche Erhöhung von 380 Euro pro Lehrkraft, die auf 13 Monatsgehälter ausgezahlt wird. Diese Anpassung soll rückwirkend ab dem 1. Januar 2025 wirksam werden. Die Auszahlung soll noch vor Jahresende erfolgen. Über die genaue Verteilung der Mittel beraten aktuell die Schulgewerkschaften.
Bildungslandesrat Philipp Achammer kündigte außerdem an, die Zulagen für die individuelle Betreuung von Schülerinnen und Schülern sowie weitere Zuschläge noch in diesem Jahr deutlich zu erhöhen. Für das Haushaltsjahr 2026 sollen schließlich die finanziellen Mittel für eine deutliche Gehaltserhöhung des Lehrpersonals eingeplant werden. Diese strukturelle Anhebung soll ab dem 1. Januar 2026 gelten.
Mit den nun präsentierten Maßnahmen sollen die Attraktivität des Lehrberufs gesteigert und die steigenden Lebenshaltungskosten für das Lehrpersonal abgefedert werden.




















