Eine Debatte über die Namen von Südtiroler Schutzhütten, die durch Äußerungen der Vizepräsidentin des Alpenvereins Südtirol (AVS), Ingrid Beikircher, ausgelöst wurde, sorgt für erhebliche Irritationen. In einem Schreiben an den AVS fordert der Andreas-Hofer-Bund für Tirol (AHBT) nun eine klare Stellungnahme zu Beikirchers Bemerkungen.
Der AHBT betont, dass Beikircher ihre Aussagen in ihrer Funktion als AVS-Vizepräsidentin getätigt hat, obwohl der AVS selbst offenbar nicht vorab in die Thematik eingebunden war und keinen entsprechenden Beschluss gefasst hat. Dieser Alleingang hat zu massiven Diskussionen und Verwerfungen weit über die Grenzen Südtirols hinaus geführt. Der AHBT geht davon aus, dass Beikircher die Tragweite ihres „Denkanstoßes” zu dieser emotionalen und politisch-rechtlichen Frage nicht vollständig erfasst hat.
Forderung nach Beseitigung faschistischer Ortsnamen
Vielmehr sei es dringend notwendig, dass sich der AVS verstärkt dafür einsetzt, dass die einst gewaltsam aufgezwungenen italo-faschistischen topografischen Namen in ganz Südtirol endlich der historischen Vergangenheit angehören.
Der AHBT stellt klar: „Sofern etwas nicht mehr zeitgemäß sein sollte, so ist dies zweifellos der Verkauf der eigenen Identität aufgrund politischer Anpassung und/oder gegenüber dem Tourismus!”
Der Andreas-Hofer-Bund für Tirol versteht sich seit 1919 als überparteilicher Hüter gesamttirolerischer Interessen. Er betont die Vision einer friedlichen Wiedervereinigung Tirols, die in ihm und vielen Landsleuten dies- und jenseits des Brenners fortlebt.
Klare Positionierung und Entschuldigung erwartet
Abschließend fordert die Landesleitung des Andreas-Hofer-Bundes die Landesleitung des Alpenvereins Südtirol (AVS) auf, eine klare und unmissverständliche Stellungnahme zu der von ihrer Vizepräsidentin ausgelösten Debatte abzugeben. Darüber hinaus erwartet der Bund von Ingrid Beikircher zumindest eine persönliche, öffentliche Entschuldigung für ihren „Alleingang als Vizepräsidentin des AVS“.




















