Staatspolizei beschlagnahmt über ein Kilo Kokain bei Routinekontrolle in Bozen
Die Staatspolizei in Südtirol setzt ihren entschlossenen Kampf gegen den Drogenhandel fort. Bei einer Routinekontrolle in Bozen ist den Beamten der Mobilen Einsatzgruppe am gestrigen Nachmittag ein wichtiger Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen. Sie nahmen einen 20-jährigen albanischen Staatsbürger fest und beschlagnahmten mehr als ein Kilogramm Kokain.
Die Festnahme erfolgte, nachdem den Beamten ein Pkw in der Innsbrucker Straße verdächtig erschien. Der Fahrer, der während der Fahrt telefonierte, wurde diskret bis zum Parkplatz der Seilbahn Kohlern verfolgt. Dort setzte er sein Telefonat im Fahrzeug fort. Nach einigen Minuten stieg er aus und begab sich zu einer nahegelegenen Tankstelle. Dabei telefonierte er weiter, als hätte er eine Verabredung.
Als er zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, hielten ihn die Polizeibeamten an. Er versuchte zu fliehen, wurde jedoch umgehend festgehalten. Da er keine plausible Erklärung für seine Anwesenheit im Bozner Stadtgebiet liefern konnte, führten die Beamten eine Leibes- und Fahrzeugdurchsuchung durch. Dabei entdeckten die Beamten in einer Verkleidung im hinteren Bereich des Fahrzeuginnenraums eine Verpackung mit über einem Kilogramm Kokain.
Der junge Mann wurde zur Polizeidirektion gebracht und als B. K., ein 20-jähriger albanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Emilia-Romagna und ohne Vorstrafen, identifiziert. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wurde er wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln zum Zweck des Handels festgenommen und in die örtliche Justizvollzugsanstalt überstellt, wo er der Staatsanwaltschaft zur Verfügung steht.
Intensivierte Kontrollen zeigen Wirkung
Die jüngste Operation ist kein Einzelfall, sondern reiht sich in eine Reihe erfolgreicher Aktionen der Staatspolizei ein. Allein im vergangenen Monat wurden in Bozen und Meran zehn Drogendealer festgenommen, bei denen erhebliche Mengen Drogen und Bargeld sichergestellt wurden. Insgesamt konnten in diesem Zeitraum über sieben Kilogramm Betäubungsmittel, davon sechs Kilogramm Kokain, sowie rund 60.000 Euro in bar beschlagnahmt werden.
Giuseppe Ferrari, Questor von Bozen, betont die Bedeutung dieser Erfolge: „Die jüngsten Operationen der Staatspolizei, die in Bozen und Meran zur Beschlagnahmung großer Mengen Drogen geführt haben, sind auch das Ergebnis der verstärkten Kontrollen, die in den letzten Wochen in der Provinz durchgeführt wurden.”
Diese Ergebnisse sind ein klarer Beweis für eine strategische Herangehensweise, die nicht nur darauf abzielt, das Eindringen von Drogen auf die Straßen und in die Hände junger Menschen zu verhindern, sondern auch die finanzielle Basis der Drogenhandelsnetze zu schwächen. Ziel ist es, Kriminellen das ungestörte Agieren zu erschweren. Der Questor fordert die Bevölkerung weiterhin zur Mithilfe auf und bittet darum, verdächtige Aktivitäten der Polizei zu melden.




















