Der neu gewählte Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Major Christoph Schmid, traf kürzlich gemeinsam mit dem Bundesgeschäftsführer, Major Egon Zemmer, und dem Bundeskassier, Major Mirko Seeber, Landesrat Philipp Achammer zu einem Antrittsbesuch. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zentrale Themen für Südtirol: die deutsche Schule, die Pflege der lokalen Kultur und der sensible Umgang mit den Hinterlassenschaften der faschistischen Vergangenheit.
Landesrat Achammer, der für deutsche Bildung und Kultur zuständig ist, betonte die hohe Bedeutung kultureller Identität, insbesondere in herausfordernden Zeiten. „Gerade jetzt ist es entscheidend, dass Menschen Heimat und Verbundenheit erfahren. Der Südtiroler Schützenbund leistet hier einen wichtigen Beitrag. Ein klares Bekenntnis zu unserer Volkskultur, zu unseren Werten und Traditionen stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Bereitschaft, gemeinsam Zukunft zu gestalten“, so Achammer.
Landeskommandant Schmid unterstrich das Bestreben des Südtiroler Schützenbundes, einen kontinuierlichen Dialog mit dem Landesrat zu führen. Ziel sei es, gemeinsame Strategien zu entwickeln, um die deutsche Schule und die Tiroler Identität innerhalb des italienischen Staates zu sichern. In diesem Zusammenhang wurde der konkrete Vorschlag unterbreitet, das Deutsche Schulamt nach der verdienten Katakombenlehrerin Maria Nicolussi zu benennen. Maria Nicolussi (1888–1981) war eine prägende Figur des geheimen Unterrichts in Südtirol während der faschistischen Italianisierungspolitik, als die Verwendung der deutschen Sprache im Schulwesen verboten war. Ihre Tätigkeit symbolisiert den Widerstand gegen die erzwungene Aufgabe der deutschen Sprache und Kultur.




















