Heftige Murenabgänge haben gestern Abend im Passeiertal erhebliche Schäden angerichtet. Seitdem sind zahlreiche Einsatzkräfte im Dauereinsatz, darunter die Freiwilligen Feuerwehren, das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West, der Landesstraßendienst und ein Geologe.
Besonders betroffen sind der Heimatscheintalbach und der Kalbenbach, deren Muren Schutzbauwerke beschädigten. Bei Neuhaus wurde eine Brücke, die ein Elektrizitätswerk versorgte, samt Strom- und Wasserleitungen weggerissen. Im Dorf St. Martin ist ein Rückhaltebecken vollgelaufen und muss dringend geräumt werden, um ein Überlaufen zu verhindern, wie Amtsdirektor Peter Egger berichtet.
Der Landesstraßendienst arbeitet mit zehn Fahrzeugen daran, die verschüttete Staatsstraße zwischen St. Leonhard und St. Martin von bis zu sieben Metern Material zu befreien. Ziel ist die Wiederherstellung des kontrollierten Wasserabflusses und die rasche Freigabe der Straße, so Abteilungsdirektor Philipp Sicher.
Landeshauptmann Arno Kompatscher und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider dankten den Einsatzkräften für ihr schnelles Handeln. Sie betonten die Wichtigkeit der zügigen Aufräumarbeiten, um die Infrastruktur wiederherzustellen und weitere Schäden zu verhindern.




















