Am späten Mittwochvormittag brach in einem Reifenlager der Firma Meranese Gomme in der 4.-November-Straße in Meran ein Feuer aus. Das Lager, in dem zahlreiche Altreifen und Gummiwaren gelagert waren, stand innerhalb kurzer Zeit in Vollbrand. Dichter, schwarzer Rauch stieg auf und breitete sich rasch über weite Teile des Stadtgebiets aus, insbesondere in Richtung Bahnhof.
Bürgermeisterin Katharina Zeller bestätigte, dass bei dem Brand giftige Schadstoffe freigesetzt wurden. Sie bat die Bevölkerung deshalb eindringlich, möglichst in geschlossenen Räumen zu bleiben. Der Zivilschutz veröffentlichte um 15:14 Uhr über die Gem2Go-App konkrete Schutzmaßnahmen. Zusätzlich warnte er per Lautsprecherdurchsagen und über Medienkanäle vor der giftigen Rauchentwicklung. Die Bewohner wurden angewiesen, Türen und Fenster geschlossen zu halten, Klimaanlagen und Lüftungen auszuschalten und das betroffene Gebiet großräumig zu meiden. Der Brandgeruch ist in weiten Teilen der Stadt wahrnehmbar und die Sicht ist durch die Rauchschwaden teils stark eingeschränkt.
Stadträtin Antonella Costanzo zufolge konnte eine Person, die sich in dem Gebäude verbarrikadiert hatte, von den Einsatzkräften gerettet werden. Weitere Verletzte gab es nach bisherigem Kenntnisstand nicht. Mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr rückten an und kämpften unter schwierigen Bedingungen gegen die Flammen. Die enorme Hitzeentwicklung und die hohe Brandlast durch die gelagerten Reifen erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
Die genaue Ursache des Feuers ist weiterhin unklar. Technische Ermittlungen laufen, während die Behörden die Luftqualität fortlaufend überwachen. Die Einsatzkräfte rechnen damit, dass die Arbeiten noch mehrere Stunden andauern werden. Die Stadtverwaltung appelliert an die Bevölkerung, den Anweisungen der Einsatzkräfte unbedingt zu folgen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.




















