Ein dramatischer Einsatz hielt die Berufsfeuerwehr Bozen am Samstagabend in Atem. Gegen 19:30 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer Rettungsaktion unterhalb der Talferbrücke gerufen. Eine Person hatte sich auf eine kleine Insel im Fluss begeben und war dort vom rasch steigenden Hochwasser überrascht worden. Ein eigenständiges Verlassen der Insel war nicht mehr möglich.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich die betroffene Person glücklicherweise an einen sicheren Ort auf der Insel begeben. Da der Wasserpegel zu diesem Zeitpunkt nicht weiter anstieg, war der Einsatz von Spezialkräften, wie beispielsweise Hubschraubern oder zusätzlichen Wasserrettungseinheiten, nicht erforderlich. Zwei erfahrene Wasserretter der Feuerwehr brachten die Person daraufhin mit einem Schlauchboot sicher ans Ufer. Die unverletzte Person wurde anschließend von der vor Ort anwesenden Quästur Bozen übernommen.
Lebensgefahr durch plötzliche Flutwellen! Die Feuerwehr warnt eindringlich
Die Berufsfeuerwehr Bozen nutzt den Vorfall, um eindringlich vor den Gefahren des Betretens von Flussinseln und Flussbetten zu warnen. Auch wenn der Wasserstand auf den ersten Blick stabil erscheint, können jederzeit plötzliche Flutwellen auftreten. Diese können durch natürliche Niederschläge oder die Betätigung von Staudammschützen ausgelöst werden und stellen eine erhebliche Bedrohung dar.
Vor Ort weisen mehrsprachige Warnschilder unmissverständlich auf diese Gefahr hin: „ACHTUNG GEFAHR! Möglichkeit plötzlicher Flutwellen, auch durch Betätigung der Staudammschütze.“
Ein solches Verhalten stellt nicht nur eine grobe Selbstgefährdung dar, sondern kann in bestimmten Fällen sogar als Straftat gewertet werden. Die Feuerwehr appelliert daher mit Nachdruck an die Bevölkerung, die ausgewiesenen Gefahrenbereiche zu respektieren und den Aufenthalt im Flussbett der Talfer unbedingt zu vermeiden, um weitere derartige Rettungseinsätze und potenziell tragische Unfälle zu verhindern.




















