Bozen – Die Stadtgemeinde Bozen hat ein neues Mobilitätsangebot für die Abend- und Nachtstunden vorgestellt: den CallBus. Dieser On-Demand-Rufbus soll das bestehende öffentliche Verkehrsnetz ergänzen und den Bürgern sowie Gästen flexible Fahrmöglichkeiten bieten. Das Projekt, das 2025 gestartet ist, ist eine Kooperation zwischen der Stadt Bozen und dem Land Südtirol.
Bürgermeister Claudio Corrarati, Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser und Landeshauptmannstellvertreter Daniel Alfreider präsentierten den Dienst gemeinsam mit Vertretern der STA – Südtiroler Transportstrukturen AG und des NOI Techpark im Bozner Rathaus. Der CallBus soll Personen in den Abend- und Nachtstunden sicher von A nach B bringen und ist laut Corrarati ein wichtiger Bestandteil der Nachtökonomie der Stadt.
Funktionsweise und Kosten des CallBus
Der CallBus verkehrt täglich von 20:30 bis 1:30 Uhr im gesamten Gemeindegebiet von Bozen, ausgenommen Kohlern. Die Fahrten müssen über die App „CallBus Südtirol | Alto Adige“ vorgemerkt werden, wobei eine Buchung frühestens 24 Stunden vor Abfahrt möglich ist. Die App ist für Android- und iOS-Geräte verfügbar und ermöglicht die Fahrt von jeder Bushaltestelle zu jeder anderen.
Für Inhaber eines Südtirolmobil Passes oder Südtirol Guest Passes kostet eine Fahrt 2,00 Euro, während andere Fahrgäste 3,00 Euro zahlen. Die Bezahlung erfolgt direkt über die App mittels Kreditkarte, Google Pay oder Apple Pay. Aktuell sind drei neunplätzige Rufbusse, vorzugsweise Elektrobusse, im Einsatz. Die Probephase für den CallBus läuft bis zum 30. September 2027, danach sollen die Ergebnisse ausgewertet und der Dienst optimiert werden. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 300.000,00 Euro, wovon 50 % vom Land Südtirol übernommen werden.




















