Rom – Bei der Zeitumstellung 2026 stellt Italien in der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober, die Uhren zurück. Um drei Uhr morgens springt die Zeit auf zwei Uhr. Die Nacht wird damit um 60 Minuten länger, und die Sommerzeit endet. Für Italien gilt anschließend wieder die normale mitteleuropäische Zeit, die häufig als Winterzeit bezeichnet wird.
Die Rückstellung betrifft das ganze Land. Die Stunde zwischen zwei und drei Uhr kommt in dieser Nacht zweimal vor. Auch deshalb ist bei zeitkritischen Verabredungen in der Nacht die Unterscheidung zwischen der ersten und der zweiten Stunde wichtig. Die nächste Umstellung ist bereits vorgesehen: In der Nacht vom 27. auf den 28. März 2027 beginnt die Sommerzeit erneut.
Die Debatte über eine Abschaffung hat an diesem Ablauf bislang nichts geändert. Auf den Vorschlag der Europäischen Kommission von 2018 folgte 2019 eine Zustimmung des Europäischen Parlaments. Eine Einigung der Mitgliedstaaten blieb jedoch aus. Die halbjährliche Umstellung besteht deshalb weiter; eine dauerhaft eingeführte Sommerzeit ist für Italien nicht beschlossen.
Zeitumstellung 2026: Was die Sommerzeit gespart hat
Mit dem Ende der Sommerzeit hat der italienische Übertragungsnetzbetreiber Terna seine Energiebilanz vorgelegt. Für den Zeitraum vom 29. März bis zum 25. Oktober 2026 schätzt das Unternehmen den vermiedenen Stromverbrauch auf 300 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht ungefähr dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 115.000 Familien. Die zusätzlichen hellen Abendstunden senken während dieser Monate den Bedarf an künstlicher Beleuchtung.
Den wirtschaftlichen Gegenwert beziffert Terna auf mehr als 90 Millionen Euro für das Stromsystem. Zugleich seien rund 140.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden worden. Es handelt sich um Schätzungen für die ablaufenden sieben Monate mit Sommerzeit. Die Beträge sind weder ein Sparversprechen für einzelne Haushalte noch eine Prognose für die kommende Winterzeit. Auch die längere Nacht dieses Wochenendes ist nicht die Ursache der ausgewiesenen Einsparungen.




















