Die NAS-Carabinieri in Rom haben einen Arzt unter Hausarrest gestellt, der trotz eines bestehenden Berufsverbots weiterhin illegal operierte. Die Maßnahme erfolgte auf Anordnung des Untersuchungsrichters in Rom nach Antrag der Staatsanwaltschaft.
Der Mediziner war erst vor Kurzem dabei ertappt worden, wie er in einer Privatwohnung in Rom einen Eingriff vornahm. Diese Festnahme ist das Ergebnis umfangreicher Ermittlungen der Anti-Betrugs- und Gesundheitsbehörde.
Gefährliche Praxis trotz Verbots
Die Ermittlungen brachten belastende Beweise ans Licht. Obwohl der Arzt bereits vorsorglich vom Arztberuf suspendiert worden war, setzte er seine Tätigkeit fort.
Zuletzt wurde er bei einer Otoplastik in einem Schlafzimmer einer Privatwohnung im römischen Stadtteil Quadraro ertappt. Die hygienischen Bedingungen waren katastrophal und sogar Hunde liefen im Operationsraum frei herum.
Lange Liste an Vergehen
Das Berufsverbot resultierte aus früheren Verfahren, in denen gegen ihn wegen nicht genehmigter Operationen und Nötigung ermittelt wurde. Zudem stand er im Fokus der Staatsanwaltschaft, da eine Frau nach einer Fettabsaugung gestorben war.
Trotz dieser schweren Vorwürfe und des Verbots ignorierte der Arzt jegliche Vorschriften und Sicherheitsstandards. Er operierte an provisorischen Orten mit Hilfe einer pensionierten Krankenschwester. Die Patientin, der bereits ein Betäubungsmittel verabreicht worden war, lag auf einer provisorischen Liege.
Es wird betont, dass für die betroffene Person bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung gilt.




















