Die italienische Polizei konnte einen großen Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität verzeichnen. Im Rahmen einer umfangreichen Operation wurden 13 Personen festgenommen, die dringend verdächtigt werden, einer kriminellen Vereinigung anzugehören. Die Gruppe hatte sich auf Raubüberfälle und Diebstähle von Luxusuhren spezialisiert.
Den Ermittlungen zufolge verübte die Bande zwischen Juni und September 2024 Überfälle auf Touristen in italienischen Städten wie Forte dei Marmi, Mailand und Turin. Der Gesamtwert der Beute belief sich auf rund 374.000 Euro. Die Organisation war jedoch transnational tätig und operierte auch in Ibiza (Spanien), München (Deutschland) sowie in Nizza, Cannes und Saint-Tropez (Frankreich).
Brutales Vorgehen und klare Rollenverteilung
Die Ermittler konnten die Struktur der rund 20-köpfigen Bande rekonstruieren. Die Anführer wählten die Mitglieder aus, gaben Anweisungen und finanzierten die Überfälle. Andere kümmerten sich um die Logistik und den Transport der Tatmotorräder, die auch ins Ausland gebracht wurden, um Kontrollen zu entgehen.
Die Räuber suchten gezielt in belebten Touristengebieten nach Opfern mit wertvollen Uhren. Nachdem sie sich für ein Opfer entschieden hatten, lauerten sie auf den richtigen Moment für den Übergriff. Einige ältere Opfer wurden bei den Diebstählen brutal zusammengeschlagen. Die Überfälle wurden oft in der Nähe von Großveranstaltungen wie internationalen Fußballspielen geplant, da dort viele potenzielle Opfer zu erwarten waren.
Operative Maßnahmen und weitere Schritte
Neun der Verdächtigen wurden nach der Operation unter Hausarrest mit elektronischer Fußfessel gestellt, vier weitere müssen sich regelmäßig bei der Kriminalpolizei melden. Gegen den Rest der Bande, deren Rolle als untergeordnet eingestuft wurde, erfolgte eine Anzeige.
Die Ermittlungen wurden in Zusammenarbeit mit spanischen und französischen Polizeibehörden sowie unter Beteiligung von Eurojust durchgeführt.




















