Der tragische Tod des 35-jährigen DJs und Produzenten Michele Noschese alias DJ Godzi auf Ibiza sorgt für Kontroversen. Der aus Neapel stammende Künstler verstarb in der Nacht von Freitag auf Samstag unter noch ungeklärten Umständen. Die Nachricht verbreitete sich schnell in der elektronischen Musikszene, wo Freunde und Fans ihre Trauer ausdrückten.
Widersprüchliche Versionen zum Tod von DJ Godzi
Die Umstände von Noscheses Tod sind Gegenstand widersprüchlicher Aussagen. Ersten Erkenntnissen zufolge befand sich Noschese mit Freunden in seiner Wohnung auf Ibiza, als Nachbarn wegen Ruhestörung die Guardia Civil riefen.
Der Vater des DJs, der Arzt ist, behauptet, Michele sei von den Beamten geschlagen worden: „Sie haben ihn mit Knüppeln geschlagen.“ Er kritisiert zudem eine übereilte Autopsie und kündigte rechtliche Schritte an, um „Klarheit und Gerechtigkeit“ zu erlangen. Die Darstellung, dass der bereits leblose Körper direkt in die Leichenhalle gebracht wurde, ist ebenfalls Teil der Anzeige des Vaters und wird nun geprüft.
Guardia Civil: Drogen, Krämpfe und Herzstillstand
Die Guardia Civil von Palma de Mallorca stellt die Ereignisse jedoch anders dar. Demnach stand Noschese am frühen Samstagmorgen unter Drogeneinfluss, halluzinierte und bedrohte einen Nachbarn mit einem Messer. Bei dem Versuch, ihn zu bändigen, habe Noschese Krampfanfälle erlitten. Trotz Reanimationsversuchen sei der DJ noch vor Ort an einem Herzstillstand verstorben.
Eine interne Untersuchung wurde eingeleitet, die Ergebnisse der Autopsie wurden bisher nicht veröffentlicht.
Abschied von einem vielseitigen Künstler
Michele Noschese, der als DJ international bekannt war, lebte seit Jahren auf Ibiza. Er hatte vor seiner Musikkarriere Wirtschaft studiert und war sogar im Profifußball aktiv, lehnte eine Karriere in diesem Bereich jedoch zugunsten der Musik ab. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine große Lücke in der Szene.




















